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< „Mund auf, Praxis zu“
11.06.2024 11:17 Alter: 1 day
Kategorie: Berufspolitik, Gesundheitspolitik, GKV-Szene

KZBV-Stimmungsbarometer

58 Prozent würden sich nicht mehr niederlassen


 

 

Die Stimmung ist mies in der Zahnärzteschaft. Auf diesen Nenner lässt sich das jüngste Stimmungsbarometer der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) bringen, das KZBV-Chef Martin Hendges bei der Vertreterversammlung in Frankfurt vorab vorstellte.

 

Die Umfrage spiegelt eine hohe Unzufriedenheit mit den Rahmenbedingungen wider: 97 Prozent der Zahnärztinnen und Zahnärzte fühlen sich demnach von Bürokratie überlastet, bei 81 Prozent belasten Digitalisierungsmaßnahmen den Praxisablauf. Dies führt dazu, dass bei 94 Prozent der Zahnärztinnen und Zahnärzte der Patientenversorgung unter Bürokratie und Digitalisierung leidet. Dazu kommt Leidensdruck durch nicht angemessene Honorierung, Schwierigkeiten, Praxispersonal zu gewinnen und nicht ausreichend Zeit für die Behandlung zu haben. Viele Zahnärztinnen und Zahnärzte fühlten sich „am Limit“, wie Hendges ausführte. 97 Prozent der Befragten litten unter der mangelnden Wertschätzung und fast drei Viertel fühlten sich sogar „ausgebrannt“. Der Blick der Zahnärzteschaft geht sorgenvoll in die Zukunft. 90 Prozent befürchten laut Stimmungsbarometer keine geeignete Nachfolge für die Praxis zu finden. Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) würden sich heute nicht mehr niederlassen. Quelle: FVDZ aktuell am 11. Juni 2024