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02.04.2024 15:59 Alter: 18 days
Kategorie: Berufspolitik, Gesundheitspolitik, GKV-Szene

Niedersachsen: Praxisschließungen wegen unzureichender Vergütung

Freier Verband fordert dauerhafte Planungssicherheit


 

 

Mit erneuten Praxisschließungen haben Zahnärztinnen und Zahnärzte in Niedersachsen am vergangenen Donnerstag ihre Proteste fortgesetzt. Seit 2023 wehren sie sich mit derartigen Aktionen gegen eine unzureichende Vergütung bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten.

 

Durch die Wiedereinführung von Budgets, Regressen, Personalmangel und eine auf dem Niveau von 1988 eingefrorene privatzahnärztliche Vergütung sei die Lage der Zahnarztpraxen seit Jahren angespannt. Hinzu komme „die viel zu hohe bürokratische Belastung für die Kollegenschaft und das Fachpersonal in den Zahnarztpraxen, die notwendige Behandlungszeiten verhindert", sagte Dr. Markus Braun, Landesvorsitzender des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) in Niedersachsen. Da sich die Zahl der Zahnärztinnen und Zahnärzte niedersachsenweit um 20 Prozent reduziert habe, führe das in vielen ländlichen Regionen schon jetzt dazu, dass Patienten länger auf Termine warten müssen oder erst gar keine Hauszahnarztpraxis fänden. „Zusätzlich ist in den nächsten fünf Jahren zu befürchten, dass weitere 30 Prozent der Kolleginnen und Kollegen ohne Nachfolge in den Ruhestand gehen werden”, erläuterte Dr. Kai Worch, Vorsitzender der Bezirksstelle Hannover der Zahnärztekammer Niedersachsen. Mit ihren Protesten fordert die Zahnärzteschaft die Bundesregierung auf, dringend die Rahmenbedingungen und die finanzielle Ausgestaltung der Zahnarztpraxen zukunftsgerecht anzupassen und eine dauerhafte Planungssicherheit zu schaffen. Quelle: FVDZ-Newsletter am 2. April 2024