Zum Hauptinhalt springen

Aktuell

< Die neuen Seminar-Reihen der ZA starten!
14.03.2024 16:37 Alter: 37 days
Kategorie: Berufspolitik, Gesundheitspolitik, GKV-Szene

„PKV-Mehrumsätze“

Privatversicherte sind unverzichtbar für Versorgungsqualität


 

 

 

 

 

 

 

 

Privatversicherte finanzieren mit ihrem Mehrumsatz das Gesundheitssystem überproportional mit. Diese zusätzlichen Einnahmen entstehen, weil es für Ärztinnen und Ärzte bei der Behandlung von Privatpatienten weniger Beschränkungen und meist höhere Honorare gibt als bei Kassenpatienten.

 

Die PKV-Versicherten spielen für alle Leistungserbringer des Gesundheitssystems weiterhin eine wichtige Rolle. Im Jahr 2022 lag der Mehrumsatz, der im Gesundheitswesen durch die Behandlung von Privatversicherten erwirtschaftet wird, bei 12,33 Milliarden Euro. Das sind rund 650 Millionen Euro mehr als im Jahr davor.

 

Wie in den Vorjahren entfiel mit 6,95 Milliarden Euro der größte Teil des Mehrumsatzes auf die ambulant-ärztliche Versorgung. In diesem Bereich gab es einen Zuwachs von 3,2 Prozent. Damit lagen die Mehreinnahmen je Arztpraxis durchschnittlich bei 63.121 Euro. Die Bedeutung der Privatversicherten für die niedergelassenen Ärzte zeigt sich auch darin, dass 20,4 Prozent ihrer Gesamteinnahmen auf PKV-Versicherte entfallen – und dies bei einem Versichertenanteil von 10,3 Prozent. Diese Mehrumsätze ermöglichen es den Facharztpraxen unter anderem, in moderne Diagnose- und Behandlungsmethoden zu investieren. Damit fördert allein die Existenz der Privaten Krankenversicherung die Verbreitung medizinischer Innovationen in Arztpraxen. Eine Untersuchung des Instituts Rebmann Research belegt dies eindrucksvoll.

 

Die PKV bringt für Praxen einen höheren Deckungsbeitrag pro Versicherten als die GKV und trägt damit zu einer guten Versorgung bei, von der auch gesetzlich Versicherte profitieren. Zitat: Ärztepräsident Klaus Reinhardt , Handelsblatt vom 16. Mai 2023

 

PKV-Leistungsausgaben steigen

 

Ein weiteres Ergebnis der aktuellen WIP-Studie: Die Leistungsausgaben je Versichertem stiegen in der PKV je zwischen 2012 bis 2022 um 41,6 Prozent. Sie bleiben damit weiterhin unter dem Anstieg in der Gesetzlichen Krankenversicherung (+48,4 Prozent). In der GKV war in den Jahren 2021 und 2022 ein stärkeres Ausgabenwachstum zu beobachten. Neben den Pandemieauswirkungen dürfte eine ausgabensteigernde Gesetzgebung der Grund dafür sein. Quelle: PKV-Verband am 14. März 2024