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< FVDZ startet eigene Öffentlichkeitskampagne
07.09.2023 10:29 Alter: 257 days
Kategorie: Berufspolitik, Gesundheitspolitik, GKV-Szene

FVDZ: Aufruf zum Protest in Berlin

Last call – „Es geht um die Zukunft der ambulanten Versorgung“


 

 

Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) unterstützt den vom Verband der medizinischen Fachberufe (VMF) organisierten Protesttag gegen die drastische Unterfinanzierung der ambulanten Versorgung. Gemeinsam wollen MFA und ZFA, Ärzte, Zahnärzte und weitere Vertreter medizinischer Berufe am Freitag, 8. September 2023, am Brandenburger Tor in Berlin unter dem Motto "Rote Karte für die Gesundheitspolitik" demonstrieren. Der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader ruft alle Mitglieder des Freien Verbandes nochmals dazu auf, sich an der Kundgebung in Berlin zu beteiligen.

 

"Die ambulante Versorgung steht vor dem Kollaps", warnt Schrader. "Es geht um den Erhalt unserer Praxen - deshalb stehen hier Zahnärzte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Seite an Seite im Protest. Es steht viel auf dem Spiel - und wir müssen laut und immer lauter werden. Budgetierung, Inflation, Fachkräftemangel und steigende Kosten bringen die Existenz vieler Praxen in Gefahr. Es ist die stiefmütterliche Behandlung, die stete Unterfinanzierung und immer neue Auflagen für die niedergelassenen Praxen, die diese wichtige Säule im Gesundheitssystem - die ambulante Versorgung - nun zu Fall bringen. Wir können nicht mehr tun, als laut unsere Warnungen und Forderungen zu formulieren - vielleicht dringt es ja irgendwann zu den politisch Verantwortlichen durch, dass Gesundheit ein schützenswertes Gut ist für alle in unserem Land - und dass unser ambulantes Gesundheitssystem einen hohen Wert hat, den es zu erhalten und unterstützen gilt."

 

VMF-Protesttag am Brandenburger Tor

 

12 Uhr - Zusammenkommen und Gespräche

 

13 Uhr - Beginn der Kundgebung

 

15 Uhr - Ende der Kundgebung

 

Der VMF bittet um Anmeldung der Teilnehmer unter https://doo.net/veranstaltung/137609/buchung

 

„Es geht um die Zukunft der ambulanten Versorgung“

 

Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte unterstützt den vom Verband der medizinischen Fachberufe (VMF) organisierten Protesttag in Berlin. Gemeinsam demonstrieren Medizinische und Zahnmedizinsche Fachangestellte, Ärzte, Zahnärzte und weitere Vertreter medizinischer Berufe am Freitag, 8. September 2023, am Brandenburger Tor in Berlin unter dem Motto „Rote Karte für die Gesundheitspolitik". „Dabei geht es nicht nur um mehr Wertschätzung für den drastisch unterfinanzierten ambulanten Bereich – es geht um die Zukunft der medizinischen und zahnmedizinischen Versorgung in den Praxen der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen“, sagt FVDZ-Bundesvorsitzender Harald Schrader.

 

„Die ambulanten Versorgungsstrukturen werden seit Jahren kaputtgespart – und mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz wird die Versorgung der Patientinnen und Patienten ebenso eingeschränkt wie der Handlungsspielraum für Zahnärztinnen und Zahnärzte“, erläutert Schrader. „Die Auswirkungen bekommen wir alle zu spüren – in jedem Bereich, jeden Tag. Die ambulante zahnärztliche Versorgung nähert sich dem Kipppunkt", warnt Schrader. „Es geht um nicht weniger als den Erhalt unserer Praxen. Da steht viel auf dem Spiel – deshalb stehen Zahnärztinnen und Zahnärzte Seite an Seite mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

 

Budgetierung, Inflation, Fachkräftemangel und steigende Kosten bringen die Existenz vieler Praxen in Gefahr. Es ist die stiefmütterliche Behandlung, die stete Unterfinanzierung und immer neue bürokratische Auflagen für die niedergelassenen Praxen, die diese wichtige Säule im Gesundheitssystem – die ambulante Versorgung – nun zu Fall zu bringen drohen. „Unter den aktuellen Bedingungen will sich kaum noch jemand niederlassen“, sagt der FVDZ-Bundesvorsitzende. „Selbstständige Praxen sterben aus – und mit ihnen die ambulante Versorgung von mehr als 80 Millionen Menschen in Deutschland. Es ist an der Zeit, unsere Warnungen und Forderungen laut und deutlich zu formulieren. Vielleicht dringt es ja irgendwann zu den politisch Verantwortlichen durch, dass Gesundheit ein schützenswertes Gut ist für alle in unserem Land - und dass unser ambulantes Gesundheitssystem einen hohen Wert hat, den es zu erhalten und unterstützen gilt", betont Schrader. Quelle: FVDZ am 7. September 2023