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< KBV: Forderungskatalog nach Krisensitzung
18.08.2023 18:58 Alter: 110 days
Kategorie: Berufspolitik, Gesundheitspolitik, GKV-Szene

KZBV-Chef Hendges warnt erneut vor Folgen des GKV-FinStG

Aufhebung der strikten Budgetierung gefordert


 

 

Anlässlich der heutigen Krisensitzung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in Berlin hat Martin Hendges, Vorsitzender des KZBV-Vorstandes, erneut vor den Folgen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes für die zahnmedizinische Versorgung gewarnt:

 

„Insbesondere die Bekämpfung der Parodontitis wird durch die Einführung der strikten Budgetierung torpediert. Die neue Parodontitis-Therapie ist ein Meilenstein für eine präventionsorientierte zahnmedizinische Versorgung. Aber es gibt auch Zusammenhänge zwischen Parodontitis und systemischen Erkrankungen, beispielsweise Diabetes mellitus, kardiovaskulären Erkrankungen. Es ist keine rein zahnmedizinische Angelegenheit wie Karies. Eine solch strikte Budgetierung hat auch die Begrenzung von Leistungen zur Folge – damit leidet die Patientenversorgung.

 

Diese Kostendämpfungspolitik führt aber vor allem auch dazu, dass gerade Praxen im ländlichen und strukturschwachen Raum ihre Tätigkeit frühzeitig aufgeben, Praxen nicht nachbesetzt werden können, der wirtschaftliche Druck insgesamt wächst und vor allem junge Zahnärztinnen und Zahnärzte aufgrund der fehlenden Planungssicherheit abgeschreckt werden, sich in eigener Praxis niederzulassen. 

 

Auch hier sind die Leidtragenden letztendlich die Patientinnen und Patienten, die vor allem in ländlichen Regionen über kurz oder lang keine Zahnarztpraxis mehr vor Ort vorfinden.“ Quelle: KZBV am 18. August 2023