Zum Hauptinhalt springen

Aktuell

< ZÄK-SH: Zukunftsthemen der Zahnärzteschaft
19.05.2022 12:18 Alter: 38 days
Kategorie: Praxisfinanzen, Praxismanagement

So geht Ruhestandsplanung für freie Berufe

LESETIPP


 

 

Freiberufler verlassen sich meist auf ihre Versorgungswerke. Doch angemessen abgesichert für das Alter sind sie damit nicht, weiß der Versicherungsvermittler und Vorstand der Nucleus AG Ralf Seidenstücker aus seiner Beratungspraxis. Er hat ein Buch geschrieben über die Versorgungslage und passende Lösungskonzepte für Berufsgruppen wie Ärzte und Rechtsanwälte. Das Praktikerhandbuch ist jetzt im VersicherungsJournal Verlag erschienen.

 

160.000 Euro sollte ein 60-Jähriger im Durchschnitt angespart haben, um seine voraussichtliche Rentenlücke im Ruhestand schließen zu können. Als 30-Jähriger sind es immerhin schon 47.000 Euro. Dies hat das Zinsportal Weltsparen.de (https://www.weltsparen.de/sparen/) errechnet. Es wird von der Raisin GmbH (https://www.raisin.com/) betrieben, auch Muttergesellschaft der Fairr.de GmbH (https://www.fairr.de/), die als Finanzanlagenvermittler und Versicherungsvertreter tätig ist.

 

Im Vergleich zum durchschnittlichen Neurentner wird die Rentenlücke die Freiberufler wie Ärzte oder Rechtsanwälte, die durch Ausbildung und Beruf einen höheren Lebensstandard erlangt haben, in weit höherem Maße treffen. Zur Einordnung: Beim Gros der freiberuflich tätigen Juristen etwa liegen die Jahresumsätze bei 100.000 bis 300.000 Euro. Bei 20 Prozent liegen sie höher. Ein niedergelassener Allgemeinmediziner wiederum kann mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz von circa 330.000 Euro rechnen. Spezialisten wie der Internist kommen auf circa 350.000 bis 380.000 Euro Umsatz im Jahr.

 

Im Blindflug in den Ruhestand

 

Freiberufler verlassen sich zu oft auf diese Zahlen, weiß Ralf Seidenstücker, Versicherungsvermittler und Vorstand der Nucleus Finanz- und Versicherungsmakler AG, 2022 ausgezeichnet mit dem „Unternehmer-Ass 2021“ in Gold, aus seiner Beratungspraxis. Zudem bieten die Versorgungswerke für freie Berufe eine trügerische Sicherheit. Sein Fazit: „Die Generation der Baby-Boomer“ segelt im Blindflug dem Ruhestand entgegen.“

 

Seinen Kunden sei meist nicht klar, wie viel Geld sie im Alter benötigen werden. Oftmals wissen sie nicht, welche Nettorente, also die Rente nach Steuern und Kranken- und Pflegeversicherungs-Beiträgen, ihnen zusteht. Auch ist ihnen nicht bewusst, wie hoch ihre Lebenserwartung ist. Zu beachten sei hier zum Beispiel: Bei Freiberuflern liegt die Lebenserwartung drei bis vier Jahre höher als im Bundesdurchschnitt.

 

Erschwerend hinzu kommt die aktuelle Inflation. Seidenstücker verweist darauf, dass die Teuerungsrate in den vergangenen Monaten um mehrere Prozentpunkte gestiegen ist und sich auf hohem Niveau eingependelt hat. Die Rentenanpassungen folgten der allgemeinen Lohnentwicklung und könnten die Teuerung nicht mehr ausgleichen. Und je nach dem jeweils individuellen Konsumverhalten, habe jeder Mensch seine eigene Inflationsrate.

 

Lösungen für eine effiziente private Altersversorgung

 

Welcher Weg der privaten Altersversorgung der geeignetste ist, hängt also von vielen Faktoren ab. Seine Erfahrungen hierzu und ein passendes Beratungskonzept hat Ralf Seidenstücker nun in einem Buch vorgelegt. Die „Ruhestandsplanung für freie Berufe“ soll dabei helfen, Rahmenbedingungen zu klären und Strategien und Lösungen für eine effiziente private Altersversorgung aufzuzeigen.

 

Dazu gehören im ersten Schritt die Bestimmung von Einkommen und Ausgaben sowie die Klärung der Versorgungslage anhand konkreter Beispiele. Der Autor zeigt, wie die Zielrente errechnet wird und welche Einkommensquellen es im Ruhestand gibt. Besonderes Augenmerk wird auf den Einfluss von Geld- und Zinsentwicklung gelegt.

 

In einem weiteren Kapitel geht es um die Versorgungswerke und hier unter anderem um die Frage, wie es um deren Kapitalanlage bestellt ist. Thematisiert wird auch der flexible Bezug von Altersrenten. Herangezogen werden Aufstellungen für verschiedene Zielgruppen wie Ledige, Ehepaare oder Mütter.

 

Geeignete Vorsorgemöglichkeiten werden vorgestellt

 

Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf der Strategie, um Erreichtes für den Ruhestand zu sichern und zu mehren. Im Mittelpunkt stehen dabei die drei Optionen private Rentenversicherung, Immobilien und Aktien sowie deren Vor- und Nachteile. Informiert wird über Anlageklassen, Rendite und Dividenden, steuerliche Grundlagen, Entwicklungen auf dem Immobilien- und Aktienmarkt sowie verschiedene Indizes, Entnahmepläne und Investmentfonds.

 

Mit den drei Instrumenten ergibt sich eine Fülle interessanter Vorsorgemöglichkeiten, fasst Seidenstücker zusammen. „Welcher Weg der privaten Altersversorgung der geeignetste ist, kann nur individuell besprochen werden.“ Jeder habe seine eigene „finanzielle Biographie“. Das Buch soll „dabei unterstützen, sicher auf der Produktklaviatur spielen zu können.“

 

Die Darstellung wird ergänzt durch zahlreiche Grafiken, Tabellen, Beispielrechnungen und Praxistipps. Damit bereitet der Autor sein Thema anschaulich und anhand von konkreten Fällen auf, so dass es leicht in die Beratungspraxis integriert werden kann.

 

Lesetipp

 

Das Praktikerhandbuch „Ruhestandsplanung für freie Berufe – Inflationsgeschützt für das Alter vorsorgen mit dem richtigen Beratungskonzept“ hat 96 Seiten im A5-Format. Es ist im VersicherungsJournal-Verlag erschienen und kostet 29,90 Euro als Buch (ISBN 978-3-938226-66-7), 18,90 Euro als E-Book im PDF-Format (ISBN 978-3-938226-67-4) und 38,90 Euro als Kombipack E-Book plus Druckversion. Weitere Informationen zu dem Buch sind auf dieser Internetseite (https://www.versicherungsjournal.de/buch/praktikerhandbuch-ruhestandsplanung-fuer-freie-berufe-412.php) zu finden, zum Bestellformular geht es unter diesem Link (https://www.versicherungsjournal.de/bestellen.php?PN=412.

 

Autorin: Myrto Anna Rieger (m.rieger@versicherungsjournal.de); Freigabe dieses Lesetipps zur Veröffentlichung durch den Buchautor Ralf Seidenstücker (Anmerkung: Links z.T. entfernt)