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05.05.2022 10:20 Alter: 21 days
Kategorie: Gesundheitspolitik

Pressegespräch zur 4. Notfallkonferenz der DGU

Medizinische Versorgung von Verletzten in Krisensituationen gewährleisten


 

 

Wie gut sind wir auf Kriegsgeschehen, terroristische Anschläge, Naturkatastrophen oder Pandemien vorbereitet? Wie müssen zivile und militärische Akteure zusammenarbeiten, um in schwierigen Einsatzlagen Leben zu retten und die medizinische Versorgung von Opfern, Unbeteiligten und Einsatzkräften zu sichern? Wie sehen Krisenszenarien der Zukunft aus? Die Herausforderungen sind groß und haben sich bereits in der Pandemie und Hochwasserlage gezeigt. Auch die Unterstützung bei der nach einem Waffenstillstand sicherlich in großem Umfang anstehenden Koordination und Behandlung Kriegsverletzter aus der Ukraine ist ein aktuelles Thema. Damit die Zusammenarbeit von zivilen Gesundheitseinrichtungen, dem Sanitätsdienst der Bundeswehr sowie Hilfs- und Rettungsorganisationen auch unter Extrembedingungen funktioniert, initiiert die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e.V. (DGWMP) und dem Sanitätsdienst der Bundeswehr einen Erfahrungs- und Wissensaustausch unter den relevanten Akteuren. 

Schwerpunkt der diesjährigen Notfallkonferenz wird ein Blick darauf sein, wie sich starke Netzwerke für die Bewältigung von Terroranschlägen wie auch Pandemien nutzen lassen und wie wichtig eine gute Bevorratung geworden ist. Zusätzlich steht die Vorbereitung auf einen ABC-Terroranschlag im Fokus. An der am 13. Mai stattfindenden 4. Notfallkonferenz nehmen Spitzenvertreter der deutschen Unfallchirurgie, weiterer chirurgischer Disziplinen und der Notfallmedizin, aus Rettungs- und Sicherheitsorganisationen sowie Politik und Bundeswehr teil.

 

Das Gespräch wird auch per Livestream übertragen.

 

Freitag, den 13. Mai 2022, 12:15 Uhr bis 13:00 Uhr

Veranstaltungsort: Offizierheimgesellschaft (OHG) an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg, Rodigallee 98, 22043 Hamburg

 

Themen und Referenten:

 

  1. Daseinsvorsorge – Wertigkeit von Netzwerken und Bevorratung: Alarmierungskonzepte und trainierte Abläufe ermöglichen schnellen koordinierten Einsatz.

 

Vorstellung des TraumaNetzwerks DGU® und des 5-Punkte-Plans 2.0 zur zivil-militärischen Zusammenarbeit

Oberstarzt Prof. Dr. Benedikt Friemert, Ärztlicher Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) in 2022

 

  1. Notwendige Bevorratung ist aufwändig und kostenintensiv: Refinanzierung der Vorhaltekosten in der Notfallversorgung
    Prof. Dr. Dietmar Pennig, bis 2021 Ärztlicher Direktor sowie Chefarzt der Klinik für Unfall‐ und Wiederherstellungschirurgie, Handchirurgie und Orthopädie des St. Vinzenz‐Hospitals Köln, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) 
  2. Regelversorgung im Ausnahmezustand: Wie kann die unfallchirurgische Versorgung während einer Pandemie sichergestellt werden?
    Prof. Dr. Michael J. Raschke, Direktor der Klinik für Unfall‐, Hand‐ und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Münster, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) 2020-2021, Stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) 2020-2021
  3. Die Bedeutung der zivil-militärischen Zusammenarbeit zwischen DGU und Sanitätsdienst der Bundeswehr: Nur im Verbund können lebensbedrohliche Einsatzlagen gemeistert werden. 
    Generalstabsarzt Dr. Stephan Schoeps, Kommandeur Gesundheitseinrichtungen und Stellvertretender Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr im Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie (DGWMP)
  4. Gemeinsame Ausbildungskonzepte: Was können zivile und militärische Akteure voneinander lernen und wie wichtig ist eine gemeinsame Ausbildung?
    Univ.-Prof. Dr. Tim Pohlemann, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Past-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), Past-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), Sprecher des Wehrmedizinischen Beirats der Bundesverteidigungsministerin

 

Moderation: Prof. Dr. Andreas Seekamp / Oberstarzt Prof. Dr. Friemert; Quelle: DGU am 5. Mai 2022