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29.11.2021 13:07 Alter: 57 days
Kategorie: Gesundheitspolitik, GKV-Szene, Zahnheilkunde

Zahnärzte in NRW wollen Impfkampagne unterstützen

Gesetzliche Grundlage fehlt aber noch


 

 

Die zahnärztliche Kollegenschaft in Nordrhein-Westfalen ist bereit, die Corona-Impfkampagne aktiv zu unterstützen: „Wir teilen die hohe Besorgnis von Herrn Prof. Wieler zur aktuellen Corona-Lage und auch seinen Appell zu einer schnellen Durchführung von Booster-Impfungen“, erklären Dr. Ralf Hausweiler, Präsident der Zahnärztekammer Nordrhein, und Jost Rieckesmann, Präsident der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe.

 

Dass Zahnärzte derzeit keine Corona-Impfungen durchführen dürfen, hat rechtliche Gründe. Für Zahnärzte gilt das Zahnheilkundegesetz, das Impfungen als zahnärztliche Leistung nicht vorsieht. Zur Impfung durch die Zahnärzteschaft bedarf es der Erweiterung des gesetzlich zugelassenen Tätigkeitsbereichs um die Impfbefugnis, gegebenenfalls gekoppelt an die Schutzimpfungen in der pandemischen Lage.

 

Bereits zum Start der Impfkampagne im vergangenen Jahr hatten die beiden Zahnärztekammern die Unterstützung der Zahnärzteschaft deutlich gemacht: „Wir stehen an der Seite der Bevölkerung, der Politik und der ärztlichen Kollegenschaft“, so Dr. Hausweiler. Und diese Aussage gilt auch heute.

 

Das Bundesgesundheitsministerium möchte, dass bis Jahresende 25 Millionen Impfungen verabreicht werden. Während zu Beginn vor allem der Impfstoff fehlte, fehlt jetzt das Personal zur Durchführung der Impfungen.

 

Deshalb haben sich die Zahnärztekammer Nordrhein und die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe nun noch einmal gemeinsam an die Politik gewandt und die Unterstützung der Zahnärzteschaft angeboten. Nun bedarf es einer gesetzlichen Grundlage, damit die Zahnärzte die Impfkampagne unterstützen können.

 

In diesem Zusammenhang hatte sich bereits auch der RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler geäußert, wie u.a. im Tagesspiegel zu lesen war: „Wir sind in einer Notlage“, betonte Wieler. „Jeder Mann und Maus, der impfen kann, soll jetzt gefälligst impfen. Sonst kriegen wir diese Krise nicht in den Griff.“

 

Diese Aussage erhält volle Unterstützung durch die Zahnärztekammer Nordrhein und die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe! Quelle: ZÄK-NR und ZÄKWL am 29. November 2021